Glossar
Prozesssimulation: Engpässe erkennen, bevor Sie umbauen
Prozesssimulation bezeichnet das durchspielte Ausführen eines Prozessmodells mit Zeiten, Ressourcen und Verzweigungslogik – ohne die Realität zu stören. Ziel: Engpässe, Wartezeiten und Auslastung sichtbar machen, bevor Maßnahmen live gehen.
Wie Simulation in BPM funktioniert
Aus BPMN-Modellen werden Pfade abgeleitet; Tasks erhalten Dauer- und Wartezeit-Annahmen (aus Schätzung, Ist-Daten oder Mining). Token-basierte Simulatoren (z. B. BPMN Token Simulation) zeigen, wo sich Arbeit staut oder parallele Zweige ineffizient sind.
Ist- und Soll-Prozesse vergleichen
Simulation auf Ist- und Soll-Modell side-by-side quantifiziert den erwarteten Nutzen von Optimierungsmaßnahmen – z. B. nach Eliminierung manueller Druck-Schritte oder Parallelisierung von Freigaben. Das reduziert das Risiko teurer Fehlumbauten.
Bezug zu Agentic BPM
In Agentic-Szenarien markieren Modelle explizit Agent-Tasks vs. Human-Tasks. Simulation prüft, ob Agent-Schritte die Durchlaufzeit wirklich verkürzen und wo Menschen für Freigaben oder Ausnahmen nötig bleiben.
FAQ
- Brauche ich dafür historische Daten?
- Hilfreich, aber nicht zwingend. Start mit plausiblen Schätzungen; Mining-Daten verbessern die Genauigkeit.
- Was liefert Simulation, was Process Mining nicht kann?
- Mining zeigt, was war. Simulation zeigt, was wäre, wenn – für geplante Soll-Prozesse und hypothetische Last.
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Stand: 2026-06-29

